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Johann Wolfgang von Goethe · Romanticismo

Erste Elegie

alemán · Alemán

Saget, Steine, mir an, o sprecht, ihr hohen Paläste!
Straßen, redet ein Wort! Genius, regst du dich nicht?
Ja, es ist alles beseelt in deinen heiligen Mauern,
Ewige Roma; nur mir schweiget noch alles so still.
O wer flüstert mir zu, an welchem Fenster erblick ich
Einst das holde Geschöpf, das mich versengend erquickt?
Ahn ich die Wege noch nicht, durch die ich immer und immer
Zu ihr und von ihr zu gehn, opfre die köstliche Zeit?
Noch betracht ich Kirch und Palast, Ruinen und Säulen,
Wie ein bedächtiger Mann schicklich die Reise benutzt.
Doch bald ist es vorbei: dann wird ein einziger Tempel
Amors Tempel nur sein, der den Geweihten empfängt.
Eine Welt zwar bist du, o Rom; doch ohne die Liebe
Wäre die Welt nicht die Welt, wäre denn Rom auch nicht Rom.

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Autor
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) · Wikidata Q5879
Título
Erste Elegie
Lengua
alemán
Época
Romanticismo
Nacionalidad
Alemán
Libro o colección de origen
Römische Elegien
Sala
Erótica
Identificador
erste-elegie--goethe
Cita recomendada
Johann Wolfgang von Goethe, «Erste Elegie», Poetósfera, poetosfera.com/p/erste-elegie--goethe.html

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