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Heinrich Heine · Romanticismo

Altes Lied

alemán

Du bist gestorben und weißt es nicht,
Erloschen ist dein Augenlicht,
Erblichen ist dein rotes Mündchen,
Und du bist tot, mein totes Kindchen.

In einer schaurigen Sommernacht
Hab ich dich selber zu Grabe gebracht;
Klaglieder die Nachtigallen sangen,
Die Sterne sind mit zur Leiche gegangen.

Der Zug, der zog den Wald vorbei,
Dort widerhallt die Litanei;
Die Tannen, in Trauermänteln vermummt,
Sie haben Totengebete gebrummt.

Am Weidensee vorüber gings,
Die Elfen tanzten inmitten des Rings;
Sie blieben plötzlich stehn und schienen
Uns anzuschaun mit Beileidsmienen.

Und als wir kamen zu deinem Grab,
Da stieg der Mond vom Himmel herab.
Er hielt eine Rede. Ein Schluchzen und Stöhnen,
Und in der Ferne die Glocken tönen.

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Autor
Heinrich Heine (1797–1856) · Wikidata Q44403
Título
Altes Lied
Lengua
alemán
Época
Romanticismo
Libro o colección de origen
Romanzero
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-altes-lied--heinrich-heine-2d2ec5
Cita recomendada
Heinrich Heine, «Altes Lied», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-altes-lied--heinrich-heine-2d2ec5.html

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