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William Shakespeare · Barroco

William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett LXX

alemán

Sei nicht erzürnt darob, daß sie dich höhnen,
Stets war’s das Edle, was der Neid umschleicht;
Verdacht erst zeigt den reinen Glanz des Schönen,
Der Krähe gleich, die in den Aether steigt.
Sei gut, so hebt der Leumund nur die Würde,
Vor der die Huldigung der Mitwelt liegt.
Nagt gleich der Wurm gern an der Knospen Zierde,
Doch seh’n wir nicht, daß deine Blüthe siecht.
Du gingst durch die Gefahr der Jugendtage
Meist ohne Kampf und immer ohne Fall.
Bei diesem Ruhm, der dir gehört, ertrage
Die Schmähsucht, die ihm nachkriecht überall;
Denn ließe je der Neid ab, dich zu schwärzen,
Du Einz’ger wärst der König aller Herzen.

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Autor
William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
Título
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett LXX
Lengua
alemán
Época
Barroco
Libro o colección de origen
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-298d59
Cita recomendada
William Shakespeare, «William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett LXX», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-298d59.html

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