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William Shakespeare · Barroco

William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett CXLIV

alemán

Zwei Wesen sind’s, voll Trost und Zweifels Bann,
Die, Geistern gleich, mich führen durch die Welt,
Der beßre Engel ist ein schöner Mann,
Der bösre Geist ein Weib, von Farb’ entstellt,
Das Sündenweib, um mich zur Höll’ zu raffen,
Lockt meinen bessern Geist von meiner Seite,
Den Heil’gen möcht’ zum Teufel um es schaffen,
Daß schnödem Stolz der Reine fall’ als Beute.
Ob sich mein Engel schon als Feind gestaltet,
Vermuthen kann ich’s wohl, nicht offenbaren;
Nun Freunde sie, und gegen mich erkaltet,
Glaub’ meinen Engel ich zur Höll’ gefahren.
Nicht weiß ich’s, drum will leben ich im Zweifel,
Bis daß mein guter Engel weicht dem Teufel.

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Autor
William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
Título
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett CXLIV
Lengua
alemán
Época
Barroco
Libro o colección de origen
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-460078
Cita recomendada
William Shakespeare, «William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett CXLIV», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-460078.html

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